"Zeichne ein Strichmaxerl mit einem Luftballon in der Hand"

Nachdem ich mit meinen 3.-Klässlern den Auftrieb in Flüssigkeiten abgeschlossen hatte und anschließend den Luftdruck eingeführt hatte, stieg ich mit der folgenden Ansatz in den Unterricht zu Auftrieb in Gasen ein. Die Idee kam mir, als mir auffiel, das meine SchülerInnen gerne in ihr Heft zeichneten.

Ablauf

  1. Die SchülerInnen werden aufgefordert, ein Strichmaxerl mit einem Luftballon in der Hand in ihr Heft zu zeichnen (Strichmaxerl daher, damit niemand sagen kann, er/sie könne nicht zeichnen - ein Strichmännchen kriegt jedeR hin!)
  2. Während die SchülerInnen zeichnen geht die Lehrperson durch die Klasse und betrachtet die Kunstwerke. Wertschätzendes Anerkennen der Zeichnungen ist erwünscht!

    So ungefähr sahen fast alle Schülerzeichnungen aus.
  3. Anschließend holt die Lehrperson einen (zuvor versteckten) Luftballon an einer Schnur hervor. Die Schnur wird angehalten, der Luftballon baumelt in Richtung Boden. Die SchülerInnen werden nun gefragt, wie sich das von ihren Zeichnungen unterscheidet. (Als ich den Luftballon rausholte und er zu Boden baumelte, grinste ich die Klasse an. Sie haben ziemlich schnell gecheckt, worauf ich hinauswollte, und fanden das sehr amüsant!)
  4. Nun wird der Auftrieb in Gasen besprochen. Ich habe dabei auf das bereits Gelernte zum Auftrieb in Flüssigkeiten zurückgegriffen: Im Wasser erfahren Gegenstände aufgrund des Wasserdrucks einen Aufstieg. Aufgrund des Drucks in der Luft (was in der Stunde zuvor Thema war) erfahren Gegenstände in der Luft einen Auftrieb. Allerdings steigen nicht alle Gegenstände auf - wie zum Beispiel der Luftballon! Im Schulbuch haben wir anschließend nachgeschaut, welche Dichten die verschiedenen Gase besitzen. Helium besitzt eine kleinere Dichte, daher steigt ein Heliumballon auf. Ein mit Luft gefüllter Gummiballon hat eine größere Dichte als Luft (ohne Gummi), daher steigt er nicht auf.
  5. Nun folgt ein sehr wichtiger Schritt: Die SchülerInnen werden aufgefordert zu überlegen, wie sie ihre Zeichnung adaptieren können, damit sie richtig ist. Hier kamen Ideen von "Den Ballon mit Helium füllen" zu "im Raum rundherum ein Gas mit höherer Dichte einfüllen, aber dann auf jeden Fall dem Strichmaxerl eine Sauerstoffmaske aufsetzen!" über "Statt dem Faden beim Ballon einen Stab zeichnen!" bis hin zu "Einfach oben und unten umdefinieren!".

 Material

Ein Luftballon an einem Faden und etwas, wo man ihn verstecken kann, z.B. ein größeres Stoffsackerl.

Warum mir die Stunde so gut gefallen hat

Eigentlich wollte ich ja vor der Stunde einen Heliumballon besorgen und besprechen, warum ein Heliumballon fliegt. Nachdem ich aber etwas nervös war, ob ich den tatsächlich bekommen würde, habe ich mir eine Alternative überlegt und mir ist die Idee mit dem Luftballon und der zuvorgehenden Zeichnung eingefallen. Sie hat mir dann sogar besser gefallen, sodass ich mich gar nicht um den Heliumballon bemühte. Ein Luftballon ist auch viel einfacher zu besorgen! Dieser Einstieg hat den SchülerInnen sehr gut gefallen. Von den Ideen, wie man die Zeichnung richtig stellen könnte, war ich richtig begeistert!

-FrauZ

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