In dieser Einführungsstunde zur Wärmeleitung fanden sich zwei Ideen, die ganz ohne Material umzusetzen sind und wo jedeR SchülerIn aktiviert wird. In den beiden Stunden davor hatten wir die Begriffe Wärme und Temperatur geklärt und dass in einem Raum (nach einer gewissen Zeit) alle Gegenstände die gleiche Temperatur haben.
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| Denkaufgabe zum Schneemann im Pullover |
Ablauf
- Es wird wiederholt, dass im Raum alle Gegenstände die gleiche Temperatur haben (mit Ausnahme jener, die "heizen", wie z.B. wir Menschen).
- Die SchülerInnen werden nun gebeten, etwas aus Metall anzugreifen - im Physiksaal eignen sich dazu die Tischbeine. Nun sollen sie mit der anderen Hand die hölzerne Tischplatte angreifen. Das führt teilweise zu sehr lustigen Verrenkungen! Ich habe mir das mal amüsiert eine Minute lang angeschaut, bevor ich weitergemacht habe ;)
- Die SchülerInnen beobachten nun (hoffentlich), dass sich die Gegenstände unterschiedlich warm anfühlen, obwohl sie ja die gleiche Temperatur haben müssen!
- Folgende Erklärung habe ich meinen SchülerInnen dann gegeben:
Warum
fühlen sich Gegenstände bei gleicher Temperatur unterschiedlich warm an?
Berühren
wir einen Gegenstand, der eine geringere Temperatur hat als unser Körper, geben
wir Wärme an den Körper ab und unsere Temperatur sinkt. Stoffe, die gute
Wärmeleiter sind, können die Wärme schneller transportieren – unser Körper
kühlt schneller ab. Stoffe, die schlechte Wärmeleiter sind, brauchen länger, um
die Wärme zu transportieren, unser Körper kühlt langsamer ab.
Beispiele
für gute Wärmeleiter: Metalle (Aluminium, Silber, Kupfer,…)
Beispiele
für schlechte Wärmeleiter: Luft, Holz
- Nach dieser Explain-Phase hatte ich mir folgendes für die Elaborate-Phase überlegt: Die SchülerInnen werden aufgefordert, einen Schneemann oder eine Schneefrau in ihr Heft zu zeichnen (auf "aber ich kann nicht schön zeichnen" habe ich so reagiert, dass ich auch mitgemacht habe und einen Schneeman an die Tafel gezeichnet habe). Anschließend sollen sie ihrem Schneemann einen Pullover "anzeichnen" (was für lustige Verwirrung sorgte). Dann habe ich ihnen die Aufgabe gestellt zu überlegen, ob der Schneemann nun langsamer oder schneller schmilzt. Hier ist es wichtig, den SchülerInnen etwas Überlegzeit zu gewähren. Anschließend sollen sie per Handzeichen angeben, für welche der beiden Möglichkeiten sie sich entschieden haben. Die SchülerInnen werden gebeten, ihre Überlegungen mitzuteilen. Die Auflösung wird im Heft festgehalten:
Antwort: Langsamer. Pullover halten uns Menschen warm, da
Wolle ein schlechter Wärmeleiter ist. Dadurch wird die Wärme aus der Umgebung
langsamer zum kälteren Schneemann transportiert, daher hält der Schneemann
länger.
Stoffe, die schlechte
Wärmeleiter sind, isolieren gut (Beispiel: Bettdecke, Pullover).
Warum ich die Stunde mochte
In dieser Stunde mussten an mindestens zwei Gelegenheiten alle SchülerInnen aktiv etwas tun. Die Klasse hat (wie schon mal geschildert) sehr gerne gezeichnet. Das Beispiel mit dem Schneemann und dem Pullover findet sich auch als Concept Cartoon in der Literatur! Und: Man braucht genau kein Material, um diese Stunde durchzuführen.
-FrauZ
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